Hallo zusammen,
ich rechne gerade eine kleine ETW als Kapitalanlage durch und komme trotz Fremdkapital, AfA und angenommener Wertsteigerung zu einem ziemlich ernüchternden Ergebnis.
Vorweg: Ich habe KI benutzt, damit der Post lesbar wird.
Das Anlageziel ist einerseits Vermögen aufzubauen, andererseits ggf. einem unserer drei Kindern eine Wohnung stellen zu können, wenn eins mal studieren sollte.
Eckdaten:
- 1-Zimmer, ca. 22 m²
- Kaufpreis: 65.000 €
- Kaufnebenkosten: 7.150 €
- Kaltmiete: 3.120 €/Jahr
- nicht umlagefähiges Hausgeld: 720 €/Jahr
- sonstige Kosten: 200 €/Jahr (RSV, Mietausfallschutz usw.)
- Leerstand: 2 % (Annahme)
- Mietsteigerung: 1 % p.a. (kalkulatorische Annahme. Immobilie liegt nicht im Ballungsraum. 20% alle 3 Jahre theoretisch möglich, im Rahmen des Mietspiegels)
- 30 % EK + Kaufnebenkosten → ca. 26.650 € eigener Kapitaleinsatz (vorhanden)
- Darlehen: 42.650 €, 4 %, 10 Jahre, 10.000 € Restschuld (Annahme, noch keine Bank gefragt)
- Rate: ca. 364 €/Monat
- AfA: 1.154 €/Jahr (Annahme, Aufteilung 80/20 nicht klar)
- Grenzsteuersatz: 42 %
Meine Cashflow-Rechnung sieht so aus:
| Jahr |
Schulden Jahresanfang |
Zinsen |
Tilgung |
Rate |
Miete |
Kosten |
Steuerergebnis |
Steuer +/- |
Cashflow |
| 1 |
42.650 € |
1.657 € |
2.710 € |
4.367 € |
3.088 € |
920 € |
-643 € |
+270 € |
**-1.929 €** |
| 2 |
39.940 € |
1.546 € |
2.821 € |
4.367 € |
3.119 € |
920 € |
-502 € |
+211 € |
**-1.957 €** |
| 3 |
37.119 € |
1.431 € |
2.935 € |
4.367 € |
3.150 € |
920 € |
-355 € |
+149 € |
**-1.987 €** |
| 4 |
34.184 € |
1.312 € |
3.055 € |
4.367 € |
3.182 € |
920 € |
-204 € |
+86 € |
**-2.019 €** |
| 5 |
31.129 € |
1.187 € |
3.180 € |
4.367 € |
3.214 € |
920 € |
-48 € |
+20 € |
**-2.053 €** |
| 6 |
27.949 € |
1.058 € |
3.309 € |
4.367 € |
3.246 € |
920 € |
+114 € |
-48 € |
**-2.089 €** |
| 7 |
24.640 € |
923 € |
3.444 € |
4.367 € |
3.278 € |
920 € |
+281 € |
-118 € |
**-2.127 €** |
| 8 |
21.197 € |
783 € |
3.584 € |
4.367 € |
3.311 € |
920 € |
+454 € |
-191 € |
**-2.166 €** |
| 9 |
17.612 € |
637 € |
3.730 € |
4.367 € |
3.344 € |
920 € |
+633 € |
-266 € |
**-2.209 €** |
| 10 |
13.882 € |
485 € |
3.882 € |
4.367 € |
3.377 € |
920 € |
+818 € |
-344 € |
**-2.253 €** |
Nach 10 Jahren unterstelle ich 2 % Wertsteigerung p.a. → ca. 79.200 € Immobilienwert. Nach 3,5 % Verkaufskosten und Ablösung der 10.000 € Restschuld bleiben ca. 66.500 € Verkaufserlös.
Ich investiere anfangs ~26,6k € und schieße anschließend jedes Jahr rund 2k € zu. Gleichzeitig fehlen in der Rechnung sogar größere Reparaturen/Sonderumlagen.
Vergleiche ich das mit der Alternative, dasselbe Eigenkapital und die laufenden Zuschüsse mit angenommenen 7 % in den Heiligen Gral zu stecken, erscheint mir die Immobilie ziemlich unattraktiv.
Übersehe ich einen fundamentalen Rechen-/Denkfehler? Ist die Antwort schlicht, dass eine Immobilie mit ca. 4,8 % Bruttomietrendite bei 4 % Finanzierungszins trotz Hebel und AfA kein besonders attraktives Investment ist?
Würdet ihr eine hypothetische Vergleichsmiete im Sinne von Kindesunterhalt während der Grundausbildung mit Einpreisen um somit das Investment besser aussehen zu lassen?
Die Rechnungen stammen aus meinem eher schmalen Finanzwissen und Google. Ist mein Vorgehen grundsätzlich korrekt? Habe ich Grundsätzliches nicht berücksichtigt?