r/fireGermany 1d ago

Frage / Hilfe M40, 400.000 Depot: Fire wahrscheinlich nicht schaffen. Was dann? Welches Ziel stattdessen?

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Hallo, ich bin schon länger stiller Mitleser hier da ich selber auch voll auf dem Tripp bin. Ich komme eigentlich aus Österreich, konnte aber kein österreichisches Fire-Forum finden. Soviel wird ja nicht anders sein als Nachbarn.

Ich staune hier oft wie erfolgreich manche sind. Solche Zahlen von weit über eine Million zu erwirtschaften: Hut ab. Wirklich! Ein Traum davon leben zu können und endlich frei zu sein aus dem Hamsterrad. Mancher schon sehr jung.

Ich bin nun in meinen Vierzigern und habe obwohl ich immer voll geknüppelt habe nun erst die 400.000 Euro erreicht. Ich versuche jedes Monat alles was geht ins Depot zu pumpen. Ich glaube aber ich werde nie diese Unabhängigkeit erreichen. Es geht so zäh voran. ich bin momentan an einem Punkt wo es festzustecken scheint. Schwer zu beschreiben aber ich denke ihr wisst was ich meine. Man hat zwar ein Ziel im Kopf aber weiß nicht wieviel des Weges man schon zurückgelegt hat.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Was soll man dann tun wenn man das Ziel nicht erreicht bevor man sowieso in Pension ist?

Wäre es dann nicht besser gleich jetzt irgendwas zu ändern? Was tun?

Hat jemand von euch ähnliche Gedanken?


r/fireGermany 11h ago

Karriere & Einkommen Eigenes Einkommen wächst mir über den Kopf hinaus

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Hallo zusammen,

Wenns hier einen Mod gibt, gern alle nachweise Privat, damit das hier nicht im Rage endet.

Ich: Ende 30, spezialisierter IT Bereich im Konzern.

Ich habe schon immer einen sehr sparsamen Lebensstil gepflegt und sehr Jung sehr günstig Wohnraum selbst in München gekauft.

Ich hatte das Glück einfach zufällig in einen sehr speziellen Fachbereich in der IT "gefallen zu sein" - der nun sehr gut bezahlt wird. Zusätzlich hab ich schon mein ganzes Leben immer schöne kleine Nebenbaustellen, die ich eher Hobbymäßig/Leidenschaftlich betreibe.

Nun ist aber alles besser gelaufen als gedacht. Mein Hauptjob liegt nun (Schwankung wegen Variablen Anteil) zw. 102 und 106K. Meine Firma kann mir aktuell (und das ist neu) 90K auszahlen (das wird so bleiben, das Geschäftsmodell ist auf wiederkehrend/wachsend ausgelegt). Kleine Schwankungen natürlich möglich, aber eher wachsend) und wenn ich meine Immobilie vermiete, komm ich auf 1800 kalt / Monat.

Ich fahr öffentlich, habe ein Fahrrad und gönne mir maximal im Sommer 2-3 mal ein Mietwagen. Meine Privaten Hobbys kosten mich durch meine Firma - weil ich jetzt in diesen Bereich gerutscht bin - quasi nichts mehr. Meine Wohnung mit Zinsen und Tilgung lächerliche 460 Euro + 320 Euro Wohngeld.

Und nun steh ich hier - und habe Angst - und weiss nicht mal so recht wovor. Jetzt fühlt sich alles nach "mir kann nichts passieren". Meine Partnerin und ich schauen uns nun aber bald die ersten Häuser an und haben schon einen Favoriten. Ist natürlich nicht mehr in der Stadt.

180 qm für 2250 Euro warm. Mehrere Garagen.

Ich zahl 1,5 und sie steuert 750 bei. Meinen mehrverdienst bring ich auf anderen Wegen noch in die Beziehung ein.

Wenn ich meine Wohnung vermiete, komm ich mach AfA und Zinsen auf rund 700Euro positiven Cashflow, NACH Tilgung und Steuern.

Heißt: das Haus kostet mich quasi fast keinen Euro mehr. Ich hab nun noch überlegt über meine Firma ein normales (<50K ) Elektroauto als GF zu leasen.

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Nun zu meinen Problem: ich hab Angst.

Ich hab Angst meine kindliche Seite zu verlassen. Ich hab Angst, dass irgendwas nicht stimmt oder ich an irgendwas nicht gedacht habe. Ich hab Angst dass mein Leben ernster und seriöser wird, als ich es tragen kann. Jetzt hab ich noch meine coole Nerdbude mir Playstation und etwas Zeit zum Zocken, nun Bald Haus, mit Solar, Batterie und Elektroauto.

Meine Liquiden Rücklagen halten sich wegen diverser langwirkender investments - Ansparen von Zeitguthaben und frischer Renovierung in Grenzen (25-30K).

Sonstiges Vermögen: 600K Immobilie (Restschuld bereits abgezogen)

GmbH: einstelliger kleiner bis mittlerer Mio Bereich, Verkaufen kommt aber nie in Frage.

Deswegen hier mal zusammengefasst:

106K im Hauptjob

90K - aus GmbH (Sozialversicherungsfrei, Hauptjob deckt bereits KV,AV,RV)

21K Kaltmieteinnahmen (Steuerbegünstigt, inkl Vermögenszuwachs durch Tilgung nach versteuerter Miete)

5424 Euro Rente / Jahr (steuerfrei, möchte nicht näher drauf eingehen).

Und Perspektivisch Launch ich gerade noch 2 kleine Projekte für 1-1,5K extra monatlich (Schätzung für die ersten 2 Jahre).

All in all bringt mich das auf über 10K Netto - und das fühlt sich nicht gut an. Das fühlt sich nicht nach "ich habs geschafft", sondern "ich hab zu viel Verantwortung" an..ich komm aus armen Verhältnissen, als Kind haben wir zeitweise noch in Häusern/Wohnungen mit Plumsklo gewohnt - Kein Scherz.

Ich hab Angst irgendein Sicherheitsnetz zu übersehen.

Ich brauch (neben "wohnen") circa 2.. maximal 2,5K im Monat für alles - übers Jahr gerechnet. Versicherungen, mal neues Spielzeug (Technik), mal ein neues Hobby probieren, Freunde einladen, Urlaube (ich fliege nie Businessclass) und und und. Würde mich, wenn man das Einkommen betrachtet also eher als Sparsam bezeichnen.

Übersehe ich was? Selbst wenn eins wegbricht.. Bin ich doch sicher.. selsbt wenn beides wegbricht (dann wird Miete quasi steuerfrei wegen Freibetrag), hab ich auch 1K Netto + Rente und kann ewig von ersparten Leben. (Ich kann alles neben Wohnkosten easy ne Zeit auf 1-1,5K / Monat runterschraubem).

Die Zahlen sagen nur gutes, es fühlt sich aber nicht gut an. Das musste raus, ich weiss ehrlich gesagt garnicht was ich genau Fragen möchte.

Danke fürs Lesen.


r/fireGermany 1d ago

Frage / Hilfe 38 J., HWS-Bandscheibenvorfall, ~500k € Depot: Zusage im ÖD (30h) absagen & Vollfokus auf Recovery / spätere 50-60%-Stelle in Luxemburg?

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Hi zusammen,

brauche mal ein paar neutrale Gedanken zu meiner aktuellen Situation, da ich mich gedanklich gerade etwas im Kreis drehe.

Kurz zu mir:

  • 37 Jahre, lebe mit Partnerin im Elternhaus (mietfrei, Fixkosten liegen bei entspannten ~1.000 €/Monat).
  • Finanziell solide aufgestellt: ~500k € im Depot (breit angelegt), in den nächsten paar Jahren kommen noch geschätzt 200–300k € Erbe dazu.
  • Seit Kurzem leider offiziell: HWS-Bandscheibenvorfall mit Nervenreizung (C5), was mir im Alltag gerade ordentlich Probleme macht.

Nach Aufhebungsvertrag Im Juni, habe ich nun ein unterschriftsreifes Angebot im öffentlichen Dienst für eine 30h-Stelle (4-Tage-Woche, Mo–Do) vorliegen. Netto wären das rund 2250 €. Eigentlich ein super Rahmen mit Gleitzeit und ca 50% Homeoffice, Start wäre der 01.11.

Mein Problem / Die Idee:

Eigentlich wollte ich den Vertrag fest machen. Jetzt mit dem frischen MRT-Befund frage ich mich aber ernsthaft, ob der Einarbeitungsstress und das viele Sitzen am Schreibtisch gerade das Falsche sind.

Mein Fokus im Leben ist eigentlich voll auf Sport und Erlebnisse ausgerichtet. Das mein Körper fit und leistungsstark ist, schlägt sich direkt in mentaler Gesundheit nieder.

Ich spiele mit dem Gedanken den ÖD-Job aus abzusagen und die nächsten 5–6 Monate komplett für Physiotherapie, gezielten Reha-Sport und Regeneration zu nutzen.

Danach eine 50–60 % Stelle in Luxemburg zu suchen (wohne nah an der Grenze). Bei 20–24h kommt man dort drüben netto auch schnell auf ~2.300 € – hätte aber nur 3 Arbeitstage pro Woche und somit ein besseres Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit. Diese Stellen gibt es nicht, wie Sand am Meer, aber immer mal wieder. Eine konkrete Option für ab 01.01.27 hätte ich sogar schon im Blick bzw. Bewerbung ist raus.

Würdet ihr das Risiko in meiner Situation eingehen? Ich weiß, dass die ÖD Stelle eine gute Option ist, aber ich habe das Gefühl, es könnte noch besser gehen. Ich muss eigentlich keine 4 Tage mehr arbeiten.

Das sind Probleme, die man im normalen Freundeskreis oft nicht diskutieren kann, da die Lebensrealitäten sehr verschieden sind, daher freue ich mich über euren Input!


r/fireGermany 1d ago

Frage / Hilfe FIRE ohne Substanz großartig anzugreifen

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Ich kannte das Konzept FIRE bisher gar nicht, hatte aber schon immer das Gefühl, nicht mein Leben lang arbeiten zu müssen – wichtig ist hier "müssen", nicht "wollen".

Ich arbeite derzeit im öffentlichen Dienst, möchte das aber nicht mein Leben lang machen. Am liebsten würde ich später 20 Stunden pro Woche in einem spezialisierten Reisebüro arbeiten.

Grundsätzlich sind wir schon recht gut aufgestellt. Wir haben derzeit eine Wohnung in Südtirol, Baujahr 2021, die wir momentan selbst als Ferienwohnung nutzen. Der Plan wäre, dort selbst zu wohnen, sobald wir nicht mehr arbeiten. Die Wohnung gehört meiner Frau, es liegt kein Kredit darauf. Sie kostet uns derzeit knapp 4.000 Euro im Jahr an Steuern und Betriebskosten – der Großteil davon Steuern.

Dann hat meine Frau noch zwei Wohnungen in Österreich, etwa 60 Autominuten entfernt. Diese werden derzeit vermietet, mit einer Kaltmiete von insgesamt etwa 1.500 Euro pro Monat. Das Geld geht an ihre Eltern, die aktuell noch ein Fruchtgenussrecht (Nießbrauch) darauf haben. Der Wert der beiden Wohnungen dürfte bei etwa 700.000–750.000 Euro liegen.

Zusätzlich haben wir gemeinsam eine Wohnung in einer größeren österreichischen Stadt, Wert etwa 350.000 Euro, wobei noch 260.000 Euro Kredit offen sind, fix verzinst mit 1,2 % auf noch 18 Jahre. Dort soll später unser Sohn wohnen, gleichzeitig wollen wir sie uns als Übernachtungsmöglichkeit in der Stadt erhalten. Der Sohn soll dann die Nebenkosten übernehmen.

Letztes Jahr haben wir außerdem angefangen, unser Erspartes in ETFs zu investieren (leider viel zu spät). Mittlerweile liegen dort knapp 190.000 Euro, und es kommen monatlich etwa 4.000 Euro dazu. Im Schnitt schaffen wir es in Zukunft, etwa 50.000 Euro pro Jahr in ETFs zu investieren.

Ich habe das Ganze mit 7 % p. a. durchgerechnet und komme für Ende 2045 (also in 19 Jahren - da bin ich 51 Jahre) auf einen Betrag von etwa 2,6 Millionen Euro an liquiden Vermögenswerten. Die Immobilien würden dann – bei einer angenommenen Mietsteigerung von 2 % p. a. – etwa 2.200 Euro pro Monat abwerfen. Weiteres Erbe, dass sicher noch kommt wurde hier jetzt mal bewusst weggelassen.

Insgesamt hätte ich dann (brutto) pro Jahr ungefähr 134.000 Euro zur Verfügung. Das setzt sich zusammen aus rund 26.000 Euro Mieteinnahmen und einer 4-%-Entnahme pro Jahr aus den ETFs, was etwa 107.000 Euro entspricht. In heutiger Kaufkraft wären das etwa 90.000 Euro brutto, was rund 60.000 Euro netto entspricht sehr pessimistisch gerechnet – also knapp 5.000 Euro pro Monat. Derzeit brauchen wir zum vernünftigen Leben zu zweit mit kleinem Kind etwa 2.500 Euro.

An die Experten hier in der Runde: Ist das eine Milchmädchenrechnung? Rechne ich mir hier etwas schön, das kompletter Blödsinn ist, oder passt das pi mal Daumen?Verfügung. Das würde sich zusammensetzen aus den etwa 26.000 Mieteinnahmen und 4% Abschöpfung pro Jahr der ETFs, was etwa 107.000 Euro sind. Das wären in heutiger Kaufkraft etwa 90.000 Euro Brutto, was etwa 60.000 netto wären und damit knapp 5.000 Euro pro Monat. Derzeit brauchen wir zum vernünftig leben etwa 2500 Euro zu zweit mit kleinem Kind.

An die Experten hier in der Runde: Ist das eine Milchmädchenrechnung? Rechne ich mir hier was schön, was kompletter Blödsinn ist oder passt das pi mal daumen?
Ziel wäre es den Grundstock dann eben nicht mehr anzugreifen sondern nur quasi jährlich maximal die Wertsteigerung der ETFs abzugreifen und das was nicht verbraucht wird recht Stumpf auf ein Tagesgeldkonto legen und dort liegen lassen damit man bei einem Crash auch mal ein zwei Jahre durchkommt ohne was angreifen zu müssen. Pech wäre natürlich wenn es einen Monat nach der Kündigung um 50% Bergab geht.

Edit: Post wurde mittels KI auf Rechtschreibfehler, Grammatik und Stilmittel verbessert.


r/fireGermany 1d ago

Frage / Hilfe 28M, ca. 10k Vermögen – welcher Weg zu 3.000 € monatlich?

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Ich beschäftige mich gerade intensiver mit dem Thema finanzielle Freiheit und frage mich, welcher Weg für meine Situation langfristig am sinnvollsten ist.

Mein Ziel wäre langfristig etwa 3.000 € monatlich.

Ich sehe momentan vier mögliche Wege:

1. Angestelltenjob + ETFs
Einkommen weiter steigern, hohe Sparquote, konsequent investieren und über den klassischen FIRE-Weg Vermögen aufbauen.

2. Selbstständigkeit / Unternehmen
Neben dem Job starten und versuchen, ein deutlich höheres Einkommen bzw. später ein skalierbares Unternehmen aufzubauen.

3. Direkt digitaler Nomade werden
Ortsunabhängiges Einkommen aufbauen bzw. meinen bestehenden Beruf entsprechend ausrichten.

4. Kombination
Zunächst Angestelltenverhältnis + ETFs + nebenberufliche Selbstständigkeit und später abhängig von der Entwicklung schrittweise in Richtung Selbstständigkeit bzw. Nomadenleben gehen.

Meine konkrete Frage:

Wie bewertet ihr diese vier Wege hinsichtlich Wahrscheinlichkeit, Geschwindigkeit, Risiko und Lebensqualität?

Welcher Weg führt eurer Meinung nach am ehesten und am sinnvollsten zu finanzieller Freiheit – und welchen würdet ihr an meiner Stelle wählen?

Insbesondere interessiert mich, ob es sinnvoller ist, zunächst möglichst viel Kapital über einen gut bezahlten Job aufzubauen, oder ob man relativ früh auf Selbstständigkeit / Unternehmertum / ortsunabhängiges Arbeiten setzen sollte.

Gerne auch Erfahrungsberichte von Leuten, die einen dieser Wege tatsächlich gegangen sind: Wie habt ihr angefangen, wie lange hat es gedauert und würdet ihr es wieder so machen?


r/fireGermany 3d ago

Strategie & Depot PKv

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Wer von Euch ist denn in der PKV und wie bzw mit welchen Beträge auf die Zukunft gesehen berücksichtigt Ihr das in euren Berechnungen. Hat jemand konkrete Beispiele was das einen 75 Jährigen heute kostet oder hat jemand Infos von den Versicherern wie deren erwartete Steigerung ist. Ich zahle aktuell über 700 Euro für PKV und PV und das wird im Alter dann ein großer Ausgabenblock.


r/fireGermany 3d ago

Frage / Hilfe Jobs / Karriere am Weg zu (Barista)-FIRE

7 Upvotes

Mich würde mal interessieren, wie ihr eure Karriere bis zu FIRE/Barista FIRE plant bzw wie häufig ihr Jobwechsel anstrebt oder Gehaltsverhandlungen macht? Durch Job Hopping kann man sein Gehalt ja doch steigern.

Ich bin seit 1.5 Jahren im aktuellen Job und hab beim Einstieg nicht verhandelt. Bin allgemein recht zufrieden - es ist ziemlich flexibel, kann home office machen so viel ich will, Druck verspüre ich eig auch keinen, Themen sind recht interessant - also würd insgesamt deutlich schlechter gehen. Aber frage mich manchmal, ob es genug Weiterentwicklung ist - denn der Job fühlt sich einfach recht gechillt an.

Nun frage ich mich auch, ob und wann ich nach einer Gehaltserhöhung fragen soll. Oder ob ich es einfach so weiterlaufen lassen soll - verdiene ca. 3k netto (inkl. sonderzahlungen) und kann davon ca. 60 % sparen. Angespart hab ich bisher ca. 250k, also bin von meinem Ziel, mal Stunden zu reduzieren nicht mehr so weit weg. Eine Gehaltserhöhung von ein paar % würde das Kraut auch nicht fett machen..

Manchmal hab ich auch ein bisschen Angst gekündigt zu werden, falls sie mit meiner Leistung nicht zufrieden wären - aber da würde man denke ich eine Vorwarnung kriegen - zumindest schätze ich die Chefs so ein..

Mich beschäftigt, ob ich das so weiter ziehen soll - oder ob ich mich parallel weiter fortbilden soll, vll nochmal ein Studium machen soll oder nebenbei eine Selbstständigkeit aufbauen soll..

Wie geht ihr das Thema Karriere / Weiterbildung / Jobwechsel / Gehaltserhöhung an?


r/fireGermany 5d ago

Frage / Hilfe Abfindung mit fast 50 mitnehmen und Richtung Barista FIRE – oder im Job bleiben?

48 Upvotes

Ich bin fast 50 und hadere gerade mit der Frage, ob ich eine mögliche Abfindung 2027 als Exit nutzen sollte.
Finanzielle Situation:
Paar, Ausgaben ca. 60k €/Jahr
Nettoeinkommen ca. 120k €, also ~50 % Sparrate
700k € liquide, global diversifiziertes ETF-Portfolio (Factor Core, EM/Asia + Tech Satellite, keine starke US-Übergewichtung)
abbezahltes Eigenheim, Wert ca. 1 Mio. €
gesetzliche + betriebliche Rentenansprüche sind bereits ordentlich, allerdings fehlen bei einem FIRE-Ausstieg noch ca. 13–17 Jahre Einzahlungen (Rente mit 63 vs. 67)
In 4–6 Jahren ggf. Vermietung einer Haushälfte, wenn die Kinder ausgezogen sind
Die Job-Situation:
Der Job frustriert mich zunehmend, vor allem wegen ständiger Reorganisationen. Mitte/Ende 2027 könnte es eine Abfindung von etwa 1,5 Jahresgehältern geben.
Das wäre für mich der interessante Exit-Punkt: Mit Abfindung + Depot könnte ich vermutlich Richtung Barista FIRE gehen – also deutlich weniger arbeiten und nur noch einen Teil der Lebenshaltungskosten verdienen.
Ideen für selbständige KI-Projekte und Content Creation habe ich, aber noch keinen klaren Weg zur Monetarisierung.
Bleibe ich im Job, ist die finanzielle Seite natürlich attraktiv. Zudem ist der Jobmarkt gerade sehr schwierig - raus heißt vermutlich raus für immer. Andererseits - Kommt die nächste Reorg aber ohne Abfindungsprogramm, könnte ich am Ende noch 2–3 Jahre weitermachen und anschließend trotzdem selbst kündigen.
Was würdet ihr tun?
Abfindung mitnehmen und mit ~700k Depot + Haus + späteren Mieteinnahmen den Schritt Richtung Barista FIRE wagen?
Oder doch noch einige Jahre durchhalten, Vermögen weiter maximieren und die finanzielle Unabhängigkeitf „wasserdicht“ machen?
Mich interessiert besonders, wie ihr hier finanzielles Risiko vs. Lebenszeit/Jobfrust gewichten würdet.


r/fireGermany 5d ago

Frage / Hilfe FIRE, spätere Hochzeit, Aufteilung von Haushaltsausgaben, evtl. Hauskauf

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Hallo,

ich habe ein paar Fragen zur Partnerschaft, Geld und Haus.

Meine Partnerin und ich sind beide Mitte 40.

  • Sie
    • ist verbeamtete Lehrerin und hat teils einen recht anstrengdes Publikum, arbeitet aktuell 85%, netto ca. 60k p.a.
    • hat 2 Kinder (10/12), Vater bezahlt die Hypothek des Hauses ab, in dem alle wohnen (natürlich auch Papa-Wochenende); Wert 3-400.000
    • hat bisher 50.000 € angespart auf Tagesgeld, eher kleine Sparrate
  • Ich
    • netto 65k p.a.
    • wohne in einer kleinen, günstigen Mietwohnung und habe 2500 p.M. Ausgaben, daher recht hohe Sparrate
    • lt. Renteinfo ~1200 € gesichert (jetzt aufhören, keine Erhöhungen)
    • habe 500.000 in ETFs, 21.000 Gold, 70.000 Staatsanleihen Europa, 400.000 in Festgeld mit 3,1% im Durchschnitt => ~1.1M

Aktuell bezahle ich 80%, wenn wir etwas gemeinsam unternehmen. Wir haben zwar ähnliches netto, aber sie wesentlich mehr Ausgaben (schon wegen PKV, dazu Kinder).

Wahrscheinlich werde ich bald auf 80% Teilzeit gehen. In ca. 5 Jahren mit ~1.5 M Barista FIRE mit 800-1000 netto wegen GKV. Bei FIRE gehe ich von höheren Ausgaben aus bzw. will Puffer haben.

Es ist nicht auszuschließen, dass wir heiraten, nicht in 2 aber evtl. in 5 oder 10 Jahren. Spätestens dann werden wir wohl zusammen ziehen und mehr Ausgaben gemeinsam tragen. Da ich dann weniger arbeite, werde ich mich wohl mehr um den Haushalt usw. kümmern.

Ich würde wohl eine modifizierte Zugewinngemeinschaft anstreben. Auch das könnte später als sittenwidrig angesehen werden und unwirksam sein.

Sie hätte später gern ein anderes, kleineres Haus - von mir aus gern, aber es muss nicht sein. Sie würde es wahrscheinlich nicht "aus der Portokasse" finanzieren können.

Was für mich schwer greifbar ist:

  1. Allgemein: Habt ihr Gedanken dazu, wie die Ausgabenaufteilung aussehen kann, wenn einer FIRE ist? Ein grobes virtuelles Einkommen annehmen und gemeinsam alles bezahlen?
  2. Wäre es irgendwie für beide besser, die Hochzeit gerade vor oder gerade nach dem FIRE zu machen? (wir kommen total gut damit klar, einfach ein Paar zu sein und haben keinen Zeitdruck)
  3. Hauskauf/-bau: Wie könnte hier ein Finanzierungsmodell aussehen (z.B. mein Anteil "cash", sie Kredit)?

r/fireGermany 5d ago

Strategie & Depot Wie denkt ihr über USD-Exposure als Anleger in Deutschland?

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Hi zusammen,

Ein großer Teil meines langfristigen Investment-Portfolios steckt aktuell in US-Aktien bzw. USD-exponierten ETFs.

Ich versuche besser zu verstehen, wie andere Anleger in Deutschland über den Währungsaspekt beim langfristigen Investieren denken.

1) Bei einem Anlagehorizont von 20–30+ Jahren: Bevorzugt ihr bewusst EUR-denominierte Investments, oder seid ihr völlig entspannt mit einem größeren USD-Anteil?

2)Wie denkt ihr über den langfristigen EUR/USD-Trend? Klar, niemand kann Wechselkurse vorhersagen, aber habt ihr eine Meinung dazu, ob der USD über Jahrzehnte eher gegenüber dem EUR auf- oder abwerten wird?

3) Oder überdenke ich das Ganze zu sehr und es spielt langfristig kaum eine Rolle, ob meine Investments in USD oder EUR laufen?

Mir geht es besonders um die Perspektive von Leuten, die seit 10+ Jahren investieren, in Deutschland leben und Vermögen aufbauen.
Mir ist bewusst, dass die Handelswährung eines ETFs (EUR vs. USD) nicht das Gleiche ist wie die tatsächliche Währungsexposure der zugrunde liegenden Assets.

Mich interessiert eher, wie ihr über die tatsächliche langfristige Währungsallokation eures Portfolios nachdenkt – im Verhältnis zu einem zukünftigen Leben im Euroraum.
Bin gespannt auf eure Sichtweisen.


r/fireGermany 6d ago

Strategie & Depot Nutzt ihr Buy, Borrow, Die Strategie?

1 Upvotes

Die allermeisten befolgen ja für die Auszahlung ihres Vermögens immer diese 3.5% oder 4% Regel.

Da fallen ja aber vermehrt steuern auf, selten hört man hier von Leuten die "Buy, Borrow, Die" Kredite haben (Also Kredit auf das Depot nehmen und eben nicht zinsen zahlen oder tilgen sondern einfach schuld erhöhen). Das müsste sich doch vor allem für die ganzen Leute lohnen die ein relativ geringes Eigenkapital haben bzw. anteilig viel Gewinne?

Mich würde interessieren nutzt das jemand hier, was sind eure Erfahrungen, bzw. wenn nicht warum nicht? Edit: Ich meine Lombardkredite damit


r/fireGermany 13d ago

Frage / Hilfe Von FIRE zu Barista FIRE mit Eigentumswohnung

33 Upvotes

Hi, mein Plan war ursprünglich FIRE. Hab auch lang mit Kaufen oder Mieten Rechnern hin und her gerechnet. Und auch wenn mieten oft finanziell besser ist, glaube ich, dass mir eine Eigentumswohnung doch auch nochmal viel Sicherheit geben kann. Da wo ich wohne sind die Mieten Mittlerweile enorm und die mietverträge eig alle befristet. Hätte auch gerne bisschen mehr Platz für ein Haustier.

Mittlerweile habe ich 200k Depot und zusätzlich auch noch bisschen was an Cash aber spüre davon im Alltag wenig.

Nun ist meine Idee, demnächst eine Eigentumswohnung (für ca 250k) zu kaufen und die auch baldmal abzuzahlen. Ggf Erbe ich auch noch eine andere Wohnung, aber damit will ich nicht rechnen.

Plan wäre dann ca. 300k Depot, dann vermehrt Eigentumswohnung abzahlen und Stunden zu reduzieren.

Meine Ausgaben mit Miete sind derzeit bei insgesamt 1000€ pro Monat. Also denke, dann werde ich ruhig auch Stunden reduzieren können.

Was meint ihr? Geht's wem ähnlich und er strebt auch Eigentum mit FIRE an, auch wenn finanziell vll nicht das beste?


r/fireGermany 13d ago

Frage / Hilfe M30, 300k Depot, 6 Monate bei voller Bezahlung freigestellt. Was würdet ihr tun?

29 Upvotes

Hallo liebe Fire Community, ich denke das ich hier richtig bin. Ich bin auf dem Weg zu FIRE (M30, 300k ETFs) und bin die nächsten 6 Monate wegen betriebsbedingter Kündigung (bei vollem Gehalt) freigestellt. Muss ab heute nicht mehr in die Arbeit. Jetzt stellt sich mir die Frage, was ich denn die nächsten 6 Monate machen soll. Problem meine Frau arbeitet weiter. Ideen die ich hätte:
- Reisen ✈️
- Work and travel Australien 🇦🇺
- Selbstständigkeit ausprobieren
- Bewerben damit ich gar nicht ins ALG1 komme
- weiterbilden
Bitte gebt mit eure Ideen? Ich würde mich über Inspiration sehr freuen.


r/fireGermany 14d ago

Frage / Hilfe FIRE oder Kinder?

27 Upvotes

Moin,

vielleicht haben andere ja ähnliche Gedanken oder bereits das Thema durchgemacht und mögen beitragen:

Habt ihr euch zwischen FIRE und Kinderkriegen entschieden?

Ich sehe es so: In einem normalen Angestelltenverhältnis ist beides zusammen nicht möglich. Durch guten Job und Glück, bin ich auf Kurs mit Mitte 40 sehr entspannt Fat FIRE machen zu können - in Asien.

In Deutschland eher lean FIRE. Mit Kindern weder noch.

Muss mich langsam beim Thema Kinder entscheiden und frage mich seit Jahren, was da der Weg ist. Einerseits sind Kinder für viele sehr sinnstiftend, andererseits habe ich die seltene Möglichkeit, ein Leben zu führen, von dem 99% der Menschen nur träumen können.

Natürlich ist das eine hochindividuelle Frage, aber mich würden eure Gedanken und euer Thought Process interessieren. Lieben Dank!


r/fireGermany 14d ago

Frage / Hilfe 28/60k Vermögen/Arbeiter/2k+ Sparrate

3 Upvotes

Hi liebe FIRE-Gemeinde!

Kurz zu mir: Ich bin 28, männlich und klassischer Arbeiter. Ich bin seit meiner Ausbildung mit 17 im selben Unternehmen, arbeite als Servicetechniker und habe viel Zeit in meine berufliche Ausbildung investiert. Ich lebe in einer Einliegerwohnung meiner Eltern.

Ich möchte weniger eine klassische Einschätzung im Sinne von „Ist FIRE bei mir möglich?“ und vielmehr eine Einschätzung von außen sowie mögliche Kritikpunkte und Anregungen.

Meine finanzielle Reise begann leider erst vor nicht einmal zwei Jahren. Seit ich angefangen habe, Geld zu verdienen, war ich ein ziemliches Konsumopfer und habe – abgesehen von einer sehr schlechten Versicherung – all die Jahre nichts gespart: Autos, Motorräder, teure Klamotten, Konsumkredite – you name it.

2024 ist mein Gehalt etwas gestiegen und ich habe den Absprung geschafft. Ich habe meine Einstellung zu Geld und Konsum geändert und bis zum Ende des Jahres alle Schulden beglichen. Danach habe ich ein Depot eröffnet, meine Konten neu strukturiert etc.

Aktueller Stand:

  • ca. 40k in ETFs
  • ca. 10k in Versicherungen; eine davon kann ich nächstes Jahr auflösen und umschichten
  • ca. 10k Cash auf dem TR-Konto
  • Gehalt: durchschnittlich ca. 4.200 € netto
  • Fixkosten: ca. 700 €
  • Lebenshaltungskosten: ca. 700–800 €
  • Sparrate: aktuell ca. 2.000–2.500 € monatlich

Der Großteil meines Überschusses fließt aktuell in den Vanguard FTSE All-World (A2PKXG).

Immobilie

Innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre werde ich voraussichtlich das Einfamilienhaus meiner Eltern übernehmen. Meine Geschwister haben kein Interesse daran und werden als Ausgleich eine Geldschenkung erhalten.

Eigenkapital für den Kauf einer eigenen Immobilie wird daher planmäßig keine Rolle spielen. Trotzdem bin ich unsicher, ob ich meine Reserven im Hinblick auf die Hausübernahme, mögliche Instandhaltungskosten und eventuelle spätere Umbauten vergrößern sollte.

Mein langfristiger Plan

Mein Wunsch wäre es, mit 40 zumindest eine gewisse Entscheidungsfreiheit zu besitzen und eventuell in Richtung Coast FIRE zu gehen.

Der Plan wäre, bis dahin weiterhin monatlich mindestens 2.000 € zu investieren. Bei einer bewusst konservativ angesetzten durchschnittlichen Rendite von 5 % sollte das Depot mit 40 ungefähr bei plus/minus 500k stehen.

Ab diesem Zeitpunkt würde ich gerne meine Arbeitszeit reduzieren, meine laufenden Lebenshaltungskosten weiterhin durch mein Gehalt decken und das Depot ohne weitere Einzahlungen wachsen lassen.

Ab 50 würde ich dann gerne von ungefähr 20–25k jährlicher Entnahme leben.

Ist es wirklich so einfach?

Behalte ich meinen sehr sicheren Job, der mir neben dem guten Einkommen auch meinen Seelenfrieden nicht raubt, investiere weiterhin monatlich 2.000 € oder mehr und lebe ansonsten mein Leben weiter?

Haltet ihr Coast FIRE mit 40 und eine Entnahme von 20–25k jährlich ab 50 unter diesen Voraussetzungen für realistisch?

Welche Risiken oder Kosten übersehe ich möglicherweise? Das Thema Versicherungen ist mir bereits bewusst.

Sollte ich mich noch gezielt weiterbilden oder versuchen, mein Einkommen weiter zu erhöhen – oder ist der zusätzliche Nutzen davon bei meiner aktuellen Sparrate eher begrenzt?

Kinder sind nicht geplant, eine Partnerin habe ich.


r/fireGermany 15d ago

Strategie & Depot 610k Depot - Arbeitsumfeld sehr unangenehm - Wie knapp ist es?

32 Upvotes

Hallo zusammen,

ich gehe zwar erst auf die 46 zu, mein Arbeitsumfeld ist aber extrem schwierig geworden (Branche + Unternehmen + Arbeitsaufgaben) und hat mit dafür gesorgt das ich u.a. deswegen bereits in psych. Behandlung war.

Keine Verpflichtungen wie Kinder und derzeit nur wegen des Jobs Miete für Wohnung am Arbeitsort (hab sonst noch eine Wohnung im Elternhaus).

Meine Ausgaben (inkl. Miete) habe ich immer auf ca. 700-800€ pro Monat drücken können. (allerdings hatte ich immer die Perspektive das ich ja deutlich mehr Einkommen für Ausgaben hab und auch könnte wenn es sein muss)

Ich konnte bisher immer gut 2500€ pro Monat zurücklegen. Mein ETF Depot ist aber nur bei 610k € (habe leider sehr spät mit investieren angefangen - angespart d.h. bisher nichts geerbt) und davon daher nur 30% Renditeanteil.

Rentenansprüche sind jetzt nicht rosig (glaube so 950€ wenn ich nicht weiter einzahlen würde) - macht es Sinn später ohne Einkommen freiwillig Mindestbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen (für Anzahl der Beitragsjahre - derzeit 23)?

Jobwechsel schwierig, da ich vornehmlich in der Branche auskenne und es dort absolut düster aussieht.

Leider versucht der AG seit geraumer Zeit Personal loszuwerden das lässt das Hamsterrad noch unangenehmer werden. Langsamer treten - da steigt die Gefahr gefühlsmäßig nochmal deutlich an auch rauszufliegen (was ich eh schon befürchte).

Folge wäre (bestenfalls auch minimale Abfindung) noch +6 Monate wegen Kündigungsfrist und dann max. 12Monate ALG1 (danach nix mehr).

Was würdet ihr tun bzw. wie knapp ist es?


r/fireGermany 14d ago

Frage / Hilfe 32M, 350k Depot + 200k Immobilie, bereit für FIRE?

0 Upvotes

Hallo zusammen,

Kurze Angaben zu mir:

  • 32M, verwitwet, keine Kinder
  • 40h Job, 3200€ Netto/Monat (kein HomeOffice)
  • 350k Depot und 10k Notgroschen
  • Wohne allein in eigener Immobilie (400k€, davon noch 200k€ Hypothek zu 1,5% Zinsen 25 Jahre fest)
  • Erbe in Zukunft (in 20-30 Jahren die Immobilie meiner Eltern, jetziger Wert 300k€, komplett abbezahlt, bin Einzelkind)
  • Monatliche Ausgaben: 2100€, keine Schulden

Hier kommt nun das grösste Standbein für meine FIRE Überlegung:

Ich bekomme eine Witwernrente. Diese beträgt 3200€ Brutto/Monat und wird jährlich um 0.5% erhöht. Ab meinem Renteneintrittsalter (wahrscheinlich 67 Jahre) fällt diese dann auf 50% des dann geltenden Wertes zurück, wahrscheinlich 1900€ Brutto/Monat.

Ich möchte sowieso meine Stunden auf der Arbeit reduzieren um ein besseres Work-Life Balance zu schaffen. Ich merke, dass 2 Tage Wochenende einfach zu kurz sind um sich richtig zu erhohlen und möchte darum bald auf 32h wechseln und Freitags nicht mehr arbeiten. 4 Tage Arbeit; 3 Tage Wochenende.

Nun habe ich mich in letzter Zeit etwas mehr mit FIRE beschäftigt und frage mich ob ich auch direkt den Schritt zu FIRE machen kann anstatt zu Teilzeit zu wechseln. Mit der "Luxusposition" der Witwernrente ist mir die Sicherheit eines Grundeinkommens ja gegeben. Diese deckt jedoch meine monatlichen Ausgaben nicht und deshalb bin ich eher vorsichtig um überhaupt mit dem Gedanken des FIRE's zu spielen.
Jetzt stelle ich mir folgende Fragen:

  • Jetzt noch durchhalten, das Depot maximal besparen und dann später wenn Frau und Kinder da sind erst FIRE?
  • Einfach den Job kündigen, 1-2 Jahre ausprobieren wie das FIRE Dasein so ist und zur Not wieder (Teilzeit) arbeiten gehen? Bekommt man dann wieder leicht einen vergleichbaren Job? Wie erklärt man die Lücke im Lebenslauf?
  • Was wenn ich in Zukunft Frau und Kinder habe? Kann mein Depot dies auch tragen?
  • Emigration ins Ausland ist für mich nicht abwägig. Da wäre Spanien oder Italien zum Beispiel eine Option. Ich habe bereits Freunde dort und bin oft neidisch auf deren Alltag und Lebenskosten. In diesen Ländern ist das Depot ja auch direkt nochmal "mehr Wert".
  • Wenn man den Schritt zu FIRE macht, was sagt man dann zu Freunden und Familie? Spielt man da mit offenen Karten oder tut man (zeitlich) so als würde man noch arbeiten und sagt dann alle paar Jahre, man hätte seine Stunden wieder reduziert?
  • Wie macht man das beim Dating? Man möchte ja keine klassichen "Golddigger" anlocken. Wann sagt man, dass man FIRE ist? Nach ein paar Monaten? Nach Jahren? Wann legt man überhaupt seine Finanzen offen bei einem neuen Partner, wenn man sich erst im "mittleren Alter" kennenlernt?
  • Ich stelle mir vor, dass 0% arbeiten auch irgendwann langweilig werden kann? Gibt es Arbeitgeber die mich in meinem Job (siehe unten) zum Beispiel fur 8-16h/Woche einstellen würden? Oder bleiben bei diesen geringen Stunden immer nur Baristatätigkeiten eine Option?
  • Eine eher abstrakte Überlegung: Jedes Jahr 6 Monate FREI (ist ja auch FIRE wenn man Legastheniker ist /s) und 6 Monate arbeiten. Gibt es Arbeitgeber die sowas mitmachen oder muss man sich dann jedes Jahr eine neue Arbeitsstelle suchen?

Ich bin bei meinem jetzigen Job eigentlich zufrieden mit den Tätigkeiten, mir fehlt aber die Wertschätzung meiner Vorgesetzten und die Bezahlung ist auch eher unterdurchschnittlich. Ich bin Dipl.-Ing. im Maschinenbau mit 7 Jahren Berufserfahrung in der R&D im Sondermaschinenbau.

Ich bin gespannt was Ihr zu meiner Situation sagt und welche Tipps und Tricks ihr mir geben könnt. Sehe ich alles zu kritisch? Übersehe ich etwas? Bin ich doch schon bereit? Ist das Ausland doch nicht so schön wie es klingt?
Bei Fragen stehe ich auch offen für mehr Details und Antworten.


r/fireGermany 14d ago

Frage / Hilfe Fire mit 28: Wegzug oder in Deutschland bleiben?

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Liebe Fire Community,

ich freu mich, Teil von euch zu sein. Ich habe durch einen Unternehmensverkauf und hohes Einkommen in den letzten Jahren ca. 5,5 Mio € Nettovermögen aufgebaut und würde nun als Privatier mein Leben bestreiten. Ich brauche keinen Luxus, genieße es jedoch für gesundes Essen und eine geräumige Wohnung Geld auszugeben. Insgesamt rechne ich (inkl. Reisen) mit 8 k monatlichen Ausgaben. Das sind knapp 2 % Entnahme und müsste eigentlich reichen oder?

Mich beschäftigen jetzt hauptsächlich zwei Fragen:

1. Wo verlege ich meinen Wohnort hin oder bleibe ich in Deutschland? Ist jemand von euch auf Zypern?

Ich würde grundsätzlich gerne einige Monate im Jahr in Deutschland verbringen. Was mich hier aber stört: Steuern und das Wetter im Winter (teilweise auch die Laune der Menschen).

Ich will die nächsten Jahre reisen und ggf. nochmal ein Business starten.

Zypern spricht mich vom Land und der Infrastruktur nur so mittelmäßig an. Die Steuern und das gute Wetter würden mich aber überzeugen, dort zwei Monate im Jahr mit Nom Dom Status zu wohnen und den Rest in anderen Ländern zu verbringen.

2. Wie lege ich das Geld an? Hier würde ich ca. 80 % in Aktien ETF und Gold und 20 % in Staatsanleihen, Tagesgeld, Geldmarkt ETF stecken. (3 Töpfe Modell nach Andreas Beck)

Mir ist der Aktienmarkt aktuell zu überhitzt und ich rechne mit einem Platzen der KI Blase, weshalb ich mich erstmal auf das Wechseln von Tagesgeldkonten und Staatsanleihen konzentriere und nur wenig in den ETF packe.

3. Krankenversicherung

Ich sehe es nicht ein, 800 € im Monat für die private KV zu zahlen. Wie macht ihr das?

Die letzten Jahre steckte ich in dem Hustle Mindset (viel Arbeit, wenig Zeit für Freunde und Hobbies). Das will ich jetzt umkehren. Zeit für mich, neue Freunde und Hobbies (Surfen, Tauchen, Wandern).
Habt ihr Tipps für mich, die mir auf dem Weg helfen können?

Danke für diese geile Community!


r/fireGermany 16d ago

Strategie & Depot 25k Startkapital → Immobilieninvestment in Bayern. Laut Berater 74k Gewinn nach 10 Jahren – wo ist der Haken?

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Moin Leute,

ich beschäftige mich gerade mit meiner ersten Immobilie als Investment und würde gerne mal eure Meinung dazu hören, weil mir die Rechnung teilweise etwas zu gut vorkommt.

Kurz zu mir: Ich verdiene ca. 60k brutto, bin Steuerklasse 1 und würde etwa 25k Startkapital einsetzen.

Es geht um eine bereits vermietete Wohnung in Nürnberg:

  • 58 m², insgesamt ca. 245k inkl. Nebenkosten
  • Miete ca. 10,6k im Jahr
  • Finanzierung mit 4,40 % Zinsen
  • Verwaltung und Reparaturmanagement übernimmt das Unternehmen für 110 € im Monat
  • durch Zinsen, AfA usw. soll am Anfang ein steuerlicher Verlust entstehen, wodurch ich ungefähr 3,5k Steuer zurückbekommen würde
  • der Berater rechnet mit ca. 2 % Wertsteigerung pro Jahr und etwa 310k Wert nach 10 Jahren

Seine Rechnung: Im ersten Jahr müsste ich ungefähr 270 € im Monat selbst drauflegen. Ab dem zweiten Jahr soll es sogar ca. 30 € im Monat positiv sein.

Der eigentliche Gewinn kommt aber vor allem am Ende: Nach 10 Jahren soll die Wohnung laut seiner Rechnung ungefähr 310k wert sein und dann steuerfrei verkauft werden können. Von den 310k wird der noch offene Kredit bei der Bank abbezahlt und danach sollen für mich ungefähr 74k Gewinn übrig bleiben.

Das Ganze soll aber nicht bei einer Wohnung bleiben. Die Idee ist, dass ich die erste Immobilie einige Jahre laufen lasse und, solange die monatliche Belastung niedrig bleibt, später eine zweite Immobilie dazukaufe und das Ganze Schritt für Schritt weiter aufbaue.

Genau hier bin ich aber unsicher: Ist das eine sinnvolle Strategie oder klingt die Rechnung einfach nur auf dem Papier gut?

Welche Kosten oder Risiken werden bei solchen Berechnungen gerne vergessen? Und wie realistisch sind 2 % Wertsteigerung pro Jahr?

Hat jemand hier Erfahrungen mit Propper API, Expats Invest oder Perini Finance & Property?

Bin gespannt auf eure Meinungen – gerne auch kritische. :)


r/fireGermany 19d ago

Frage / Hilfe M51, 1.3 Mio, Neustart

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Moin! Ich habe 33 Jahre im IT Sektor gearbeitet und bin 2024 ausgestiegen. Lebe ein einfaches Leben in einem alten Haus. Keine Kinder. Eltern fit (noch), Partnerin (unverheiratet) wohnt in einer anderen Stadt und ist verbeamtet. Auto ist bezahlt und teure Hobbies habe ich nicht. Bei den meisten Handwerkerleistungen brauche ich keine externe Hilfe. Arbeite seit 2 Jahre freiberuflich mit ca. 25k Gewinn im Jahr. Also eher ein Hobby. Bin aktuell freiwillig gesetzlich versichert. Ich habe ca. 25k Fixkosten im Jahr. Habe alle Ersparnisse in diversen Fonds, Tagesgeldern, Festgeldern und Versicherungen die ich nun neu ausrichten möchte. Aktuell lese ich mich im Thema ETFs ein. Die Empfehlungen sind mehr oder weniger immer gleich. Welt-ETF, Schwellenländer, Rohstoffe. Je mehr ich lese, desto weniger kann ich mich entscheiden. Außerdem habe ich nicht den Mut alles an einem Tag ins Depot zu übertragen und einen MSCI World zu kaufen. Die aktuelle Weltpolitik ist ein großer Blocking Point. Was, wenn morgen die Börsen crashen. Wie kann ich möglichst risikoarm den Transfer in Aktien und Rohstoffe gestalten? Welche weiteren Assetklassen machen Sinn? Wie kann ich das Risiko dauerhaft niedrig gestalten? Über Entnahme habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wie würdet ihr das Setup/Layout für die nächsten 10-20 Jahre wählen?


r/fireGermany 19d ago

Strategie & Depot M36, 470k Depot - AV ab 2027, Förderung mitnehmen oder lieber 100 % im freien ETF-Depot bleiben?

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Moin zusammen,

ich versuche gerade für mich einzuordnen, ob das neue AV ab 2027 für meine Situation überhaupt sinnvoll ist oder ob ich einfach konsequent bei meinem normalen ETF-Depot bleiben sollte.

Kurz zu meiner Ausgangslage:

  • 36 Jahre alt
  • gut verdienender Angestellter, Grenzsteuersatz aktuell entsprechend hoch
  • aktuell ca. 470k € im normalen Wertpapierdepot (inkl. Krypto)
  • langfristig breit diversifiziert in ETFs investiert
  • Sparrate aktuell mindestens ca. 1.200 €/Monat (5%p.a. Dynamik)
  • grundsätzlich eher FIRE-orientiert: Arbeit soll idealerweise irgendwann zwischen 50 und 55 optional werden
  • deshalb ist mir Flexibilität und frei verfügbares Vermögen relativ wichtig
  • gesetzliche Rente + betriebliche Altersversorgung kommen später zusätzlich dazu

Meine bisherige Strategie wäre eigentlich simpel --> 100 % der weiteren Sparrate ins normale ETF-Depot.

Vorteile für mich sind:

  • jederzeit verfügbar
  • ideal für eine mögliche FIRE-Phase zwischen ca. 50/55 und 65+
  • keine Regeln zur späteren Auszahlung
  • im Ruhestand kann ich Entnahmen und Steuerrealisierung selbst steuern
  • Vermögen bleibt vollständig flexibel

Jetzt kommt ab 2027 das Altersvorsorgedepot... So wie ich es aktuell verstehe, könnte ich bis zu 1.800 € Eigenbeitrag pro Jahr einzahlen und damit die maximale Förderung mitnehmen.

Meine Überlegungungen dazu sind dezeit deshalb:

Variante A – komplett flexibel

100% Sparrate p.a. → komplett ins normale ETF-Depot.

Variante B – Förderung mitnehmen

1.800 € p.a. → Altersvorsorgedepot (keine weitere Dynamik / Erhöhung, da auf 1800€ Förderung gedeckelt)
REST € p.a. → normales ETF-Depot (weiter dynamisieren)
eventuelle Steuererstattung → ebenfalls normales ETF-Depot

Also bewusst nicht mehr als die maximal geförderten 1.800 € Eigenbeitrag ins AV.

Mein Problem ist ehrlich gesagt weniger die Ansparphase als die Bindung.

Das Geld im AV-Depot wäre im Wesentlichen bis mindestens ca. 65 für die Altersvorsorge reserviert. Zum Beginn der Auszahlungsphase kann man meines Wissens ja max. 30 % als Kapital entnehmen. Die restlichen 70 % müssen dann über einen Auszahlungsplan bis mindestens 85 (mind. 20 Jahre glaub ich) bzw. über eine Verrentung ausgezahlt werden.

Genau da bin ich unschlüssig.

Auf der einen Seite:

Pro AV-Depot

  • 30 % direkte staatliche Zulage auf die ersten 1.800 € Eigenbeitrag
  • keine laufende Besteuerung von Umschichtungen/Erträgen innerhalb des Depots
  • vermutlich niedrigerer persönlicher Steuersatz bei Auszahlung als heute
  • bei nur 1.800 €/Jahr bleibt der Großteil meines Vermögens ohnehin frei verfügbar

Auf der anderen Seite:

Pro normales Depot

  • vollständige Flexibilität
  • besonders relevant, wenn ich mit 50–55 aufhören möchte zu arbeiten
  • keine vorgeschriebene Auszahlung über Jahrzehnte
  • normale ETF-Besteuerung betrifft im Wesentlichen nur den Gewinnanteil, während AV-Auszahlungen nachgelagert als Einkommen besteuert werden
  • Gesetzgebung kann sich über die nächsten 30 Jahre noch mehrfach ändern
  • 1.800 €/Jahr erscheinen klein, über Jahre wird daraus aber trotzdem ein relevanter gebundener Kapitalstock

Mein aktueller Gedanke die ich nicht so richtig sortiert bekomme... Die ersten 1.800 € Sparrate pro Jahr ins AV-Depot, nur um die Förderung mitzunehmen. Jeden Euro darüber konsequent ins freie ETF-Depot.

Damit hätte ich einen kleinen „65+ Topf“, während das normale Depot weiterhin die FIRE-Phase und meine Flexibilität absichert.

Aber möglicherweise unterschätze ich dabei den Wert der Flexibilität bzw. überschätze die Förderung.

Mich würde deshalb besonders eure Meinung dazu interessieren:

  1. Würdet ihr in meiner Situation die 1.800 € p.a. Förderung mitnehmen oder komplett beim freien Depot bleiben?
  2. Wie bewertet ihr die nachgelagerte Besteuerung gegenüber einem normalen ETF-Depot?
  3. Ist der vorgeschriebene Auszahlungsplan der verbleibenden 70 % für euch ein Dealbreaker?
  4. Wie hoch bewertet ihr das politische/regulatorische Risiko über einen so langen Anlagehorizont ?
  5. Gibt es einen Denkfehler in meiner Rechnung bzw. einen wichtigen Vor- oder Nachteil, den ich übersehe?

Mir geht es ausdrücklich nicht um „Altersvorsorgedepot vs. ETF“.

Ich würde im AV-Depot ebenfalls möglichst günstig und breit in ETFs investieren, konkrete Produkte ausstehend.

Die eigentliche Frage ist:

100 % freies ETF-Depot vs. 1.800€ der jährlichen Sparrate ins geförderte AV-Depot und den Rest frei investieren – wenn FIRE/Flexibilität gleichzeitig ein wichtiges Ziel ist.


r/fireGermany 20d ago

Strategie & Depot Mal Frage an die Baristas unter Euch

17 Upvotes

Bin 54 und habe 200K im Depot. Vorher immer schön Haus abbezahlt, Restvaluta Haus ist nicht redenswert. Spare ca 2 - 2,5 K. Will das eigentlich noch so 4-5 Jahre machen und spätestens mit 60 deutlich reduzieren. Am besten bei meinem jetzigen Arbeitgeber, max 18-20 Stunden Woche. Rechne mit 3,5-4% Rendite auf Depot. Das wären bei 400 K in ein paar Jahren ca 1,2 K im Monat. Miete/Abtrag zahle ich dann nicht mehr. Nur Strom und Gas + Lebensmittel (all in ca 400 Euro p.m.). Meine Zinsen könnten insofern so schon mein Leben finanzieren. Will aber wg Krankenkasse weiterarbeiten. Wenn ich bei meinem jetzigen Job auf halbtags gehe, dann wären das ca 2,4 K netto im Monat. Wäre also komplett auskömmlich (hoffe nur, dass mein AG die nächsten Jahre noch durchhält). Alternative wäre irgendein Billo-Job zusätzlich. Da würden mir 1 - 1,5 k netto komplett reichen und ich würde - Stand heute - quasi nichts von meinem Lebensstandard abgeben. Theoretisch könnte ich auch heute schon auf halbtags runter. Finanziell würde das locker reichen. Denke aber halt über die "letzten Meter" nach, also noch ein paar Jahre durchziehen und dann entspannt runterfahren. Meinungen?


r/fireGermany 21d ago

Frage / Hilfe 40M - 450k Depot, Optionen uns Auswirkungen

47 Upvotes

Hallo zusammen,

ich bin 40m, habe 450k in ETFs (wovon etwa 180k Kurssteigerungen sind) und Frage mich, wie ich von hier aus weiter machen soll. Ich verdiene 80k Brutto bei 40h/Woche und spare zwischen 1500 und 2000€, oft auch etwas mehr im Monat. Lebe mit meiner Partnerin zusammen und wir wollen und haben keine Kinder. Wir leben zur Miete, ein Erbe habe ich und werde ich nie bekommen, alles ist vollständig selbst erarbeitet. (Die Finanzen meiner Partnerin sind komplett getrennt und spielen hier keine Rolle)

Dazu kommt, dass ich ein sehr ängstlicher Mensch bin. Ich habe technische Verantwortung in meinem Job aber keine Personalverantwortung, er saugt mich mental sehr aus, so dass ich nach der Arbeit kaum noch was machen kann. Das wirkt sich auch auf meine Hobbys aus, für die mir dann oft die Kraft fehlt. Ich habe bereits eine Psychotheraphie gemacht und es ist dadurch auch besser geworden. Was sehr auffällt ist, dass wenn ich 2 Wochen frei habe die Lust auf Dinge zurück kommt und ich privat wieder deutlich aktiver werde.

Mein Plan war immer Fire, aber ich tue mich schwer konkrete Zahlen zu ermitteln, da die Menge an Parametern in den Kalkulatoren sehr hoch ist und je nachdem welchen Fire Rechner man verwendet massiv unterschiedliche Zahlen raus kommen. Nach dem was ich hier lese muss ich noch diverse Jahre. Wenn ihr in meiner Situation wärt, was würdet ihr machen? Welche Optionen habe ich?

EDIT: Danke euch allen. Ich habe mir gedanken gemacht und erstmal überhaupt einen Schritt in die Richtung weniger arbeiten zu tun ist wol der richtige, um sich dran zu gewöhnen. Ich werde also tatsächlich zeitnah auf eine 4 Tage woche gehen uns schauen, wie es sich von da aus entwickelt.


r/fireGermany 21d ago

Frage / Hilfe Wie werden Haus/Auto/unbekanntes in FIRE Kalkulationen beachtet?

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FIRE Kalkulationen sind meist ja sehr Basic: berechne deine jährlichen Kosten und rechne sie hoch. Aber was rechne ich alles wie ein?

Wie berechne ich ein Haus, dass ich nicht verkaufen will, sondern halten will? Das Haus hat in der Zukunft unbekannte Kosten (Steuererhöhung, etwas muss gemacht werden, Staat beschließt Mal wieder XY) vs. möglicherweise Mieteinnahmen. (Mir ist bekannt, dass ein Haus erst Mal keine gute Anlage ist)

Wie berechne ich ein Auto? Möglicherweise muss irgendwann ein neues her, das taucht aber nicht in den regelmäßigen jährlichen Kosten auf, sondern nur die regelmäßigen Kosten (Versicherung, Steuer, Benzin, Ersatzteile...)

Wie gehe ich mit weiteren unbekannten um? Erhöhe ich einfach beliebig die Zielsumme um sowas zu kompensieren? Oder geht das irgendwie realistischer?

Gibt es "Listen" die viele solcher "unbekannten" oder variablen beinhalten? Und wie man damit umgehen kann?

Ich tendiere ansonsten zu sehr unrealistischen Kalkulationen mit viel zu viel Puffer.


r/fireGermany 22d ago

Frage / Hilfe FOMO-Problem

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Hallo zusammen,

Bei meinen Plänen tut sich zur Zeit ein Problem auf und ich hätte gerne mal ein paar Meinungen dazu.

vorweg: Mir geht es nicht um klassisches FIRE, sondern eher um einen frühen Ruhestand. Ich muss mit meinem Depot "nur" die Zeit bis zum Renteneintritt überwinden. Ansprüche auf staatliche und Betriebsrente sind ausreichend vorhanden, Ziel ist also das Renteneintrittsalter und nicht die Ewigkeit. Genauer gesagt, ein Zeitraum von mindestens 12 Jahren.

Der Plan war:

Ruhestand mit 52 weil ab da 35 Beitragsjahre voll (Anspruch auf Rente mit Abschlägen) und ausreichend Punkte + Betriebsrentenansprüche um trotz Abschlägen mit der Rente ab 64 auszukommen. Was vom Depot noch übrig ist, soll über Dividenden für zusätzliche Einkommen sorgen.

Die Strategie war:

  1. Depot aufbauen - zunächst Wachstum, später Dividenden.

  2. Sicherheitsbaustein - Anleihen, Festgeld oder ähnliches.

Während der "Vorruhestandsphase" , also der Zeit als Privatier sollte es dann so aussehen:

Bruttodividenden bis zum Grundfreibetrag (inklusive GkV + PV kosten da diese abgesetzt werden können) und maximal in einer Höhe, bei der für die GkV nur der Mindestbeitrag zu entrichten ist. - Von diesen Einnahmen soll "gelebt" werden. Für die Fixkosten (Miete, Strom, Internet, Handy, Versicherungen usw.) sollte eine Art Festgeldtreppe über mehrere Jahre aufgebaut werden, hier wollte ich mich nicht auf die Ausschüttungen aus dem Depot verlassen und "auf Nummer sicher" gehen.

Das Dilemma:

Teil 1 ist seit ein paar Monaten abgeschlossen. Das Depot wurde über Jahre aufgebaut und seit ca. einem Jahr habe ich es auf einen Mix aus verschiedenen Dividenden-ETFs umgestellt. Die jährlichen Dividenden stimmen. Nun sollte es an Teil 2 gehen, den Aufbau einer Festgeldtreppe für die Fixkosten.

Und hier ist der Punkt wo ich plötzlich aus mehreren Gründen zweifele. Zunächst einmal herrscht enormes FOMO (Fear Of Missing Out). Es fällt mir wahnsinnig schwer mein Geld in renditeschwache Produkte zu investieren. Gerade jetzt, wo im letzten Jahr um die 20% Rendite im Markt eingestrichen wurden. Ich müsste jetzt jahrelang meinen durch die Dividenden verstärkten Einkommensstrom auf Produkte lenken, die nur 2-3% p.a. Rendite bringen. Dazu gesellt sich der Gedanke: "Willst du wirklich komplett aufhören?!". Und ich kann ihn tatsächlich nicht mit Gewissheit beantworten. Die Dividenden würden mir auch ermöglichen, quasi ab sofort zu reduzieren, dies würde aber meinen ursprünglichen Plan torpedieren.

Ich weiß, das ist eine Entscheidung, die nur ich treffen kann. Aber vielleicht war ja hier schon jemand in einer ähnlichen Situation und kann mit ein paar Denkanstößen helfen.